Archiv

»Es ist nicht mehr Schmerz, sondern Nachsinnen«
Käthe Kollwitz. Der Tod im Leben
Ausgewählte Werke aus dem Käthe Kollwitz Museum Köln

Der Tod als Grundelement des menschlichen Daseins beschäftigte Käthe Kollwitz ihr ganzes Leben lang. Für sie war er ein Teil des Lebens, mit dem sie sich auch in ihrem Werk kontinuierlich auseinandersetzte. Nicht nur in der Arztpraxis ihres Mannes wurde sie mit Kindersterblichkeit und Tod konfrontiert. Auch ihr persönliches Schicksal war zeitlebens durch Verlust und Trauer geprägt. Sei es die schwere Diphterieerkrankung ihres ältesten Sohnes Hans, der Soldatentod ihres jüngeren Sohnes Peter oder der Verlust naher Freunde und Familienangehöriger – immer fanden diese Erlebnisse Niederschlag in ihrer Arbeit, woraus Werke von ergreifender Intensität erwuchsen.
3. Mai bis 6. August 2017
tiefgedruckt II
10 Jahre Grafikkurs im Käthe Kollwitz Haus Moritzburg
Arbeiten aus den vergangenen 10 Jahren
„Drucken ist ein Abenteuer“ schrieb einer der bekanntesten Grafiker der Gegenwart, der Holzschneider HAP Grieshaber.
Dieses Abenteuer, die Begegnung von Zufall und Sinn, die Überraschungen, die Freude der Anstrengungen finden auch die Teilnehmer des Grafikkurses im Käthe Kollwitz Haus Moritzburg an jedem ersten Dienstag des Monats.
Sonderausstellung vom 19. Juni bis zum 16. Oktober 2016
APRILBLÄTTER
Grafische Arbeiten von Gerda Lepke

Ganz bewusst haben wir die Eröffnung dieser Ausstellung in die Passionszeit gelegt. Für Gerda Lepke ist diese Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag eine ganz besondere, sehr wichtige Zeit. Es ist die Zeit zwischen Ausgeliefertsein und Neubeginn. Deshalb wählte sie aus ihrem großen Oeuvre neben Blättern zur Kreuzigung auch Motive von Tanzenden und Engeln aus. Eine Ausstellung die dazu einlädt, die Gedanken zur Osterzeit, zum Frühling und Aufbruch zu vertiefen.
20. März bis 5. Juni 2016
Tobias Stengel "Augenblick" - Zeichnungen
Selbstbildnisse aus dem Tagebuch
22. November 2015 bis 21. Februar 2016

Uri Weber „Lyrische Seinsabstraktionen“ - Grafische Arbeiten
30. August bis 15. November 2015

Ottilie Kollwitz - Grafische Arbeiten
21. Juni bis 23. August 2015

Gemeinschaftsausstellung von Gegenwartskünstlern anlässlich des 70. Todestages von Käthe Kollwitz -
„Saatfrüchte sollen nicht vermahlen werden“
26. April bis 7. Juni 2015

Petra Schade „Lebensräume“ - grafische Blätter
8. Februar bis 12. April 2015

Maja Nagel "im feld" - Handzeichnungen zum 1. Weltkrieg
18. August bis 2. November 2014

Seit 2012 zeichnet Maja Nagel anthropomorphe Figuren auf Rechen-Papier,einen Umriss nach dem anderen, sehr klein, 1000 pro Blatt. Sie scheinen zu gehen, alle in eine Richtung, und es scheint immer dieselbe Figur zu sein, die da geht, 576 000 mal.
Soldaten sind uniform, diese hier auch in ihrem Schicksal: geschrotete Leiber und Seelen, Opfer partikularer Interessen, die sie nichts angingen, Gefallene des Weltkriegs I.
Länger angesehen, wird aus Gleichheit Ähnlichkeit, erscheinen im Raster der Toten Individuen, restituiert von der zeichnenden Hand. (Gregor Kunz)
Hans-Jürgen Reichelt "nature morte WK I"
9. Juli bis 24. August 2014

"Diese Fotostillleben sind ein Versuch, ein paar Dinge ans Licht zu holen, welche die Soldaten durch den I. Weltkrieg trugen, die Waffen, mit denen sie kämpften, die Ausrüstung, mit der sie sich schützten, und jene kleinen Dinge, an denen sie in Musestunden saßen, um nicht völlig verrückt zu werden. Auf diese kleinen Dinge, diese aus Patronen- und Granathülsen gebastelten Feuerzeuge und Zigarrenabschneider, die geschnitzten Bildrähmchen für das Foto der Liebsten oder den aus einem Granatsplitter gefeilten Brieföffner, wollte ursprünglich die Motive reduzieren, aber das in den Museen daneben gelagerte Kriegsgerät bildete den eigentlichen, brutalen Kriegsalltag. Diese kleinen Freuden am Werkeln, das Erleben der fremdschönen Landschaft und das Wegträumen im Rausch des Nikotins waren ja oft die einzigen Situationen, sich innerhalb dieses vierjährigen Gewaltexzesses auf ein vorheriges Menschsein und ein vielleicht nachheriges zu besinnen. Das wollte ich in den Museen finden und ins jetzige Licht stellen." Text H.-J. Reichelt
Jochen Stankowski "BildSätze"
4. Mai bis 27. Juli 2014

Wir machen uns Bilder von der Wirklichkeit und drücken sie in Gedanken, Ideen, Sprache aus. Jeder Satz ist ein »Bild der Wirklichkeit« (Wittgenstein). Umgekehrt evozieren Gedanken, Ideen und Sprache wiederum Bilder oder Imaginationen. Bilder und Sprache sind zwei Seiten der Wirklichkeit – verbal oder nonverbal.

In der Ausstellung geht es um eine Versuchsanordnung, mentale Prozesse zu simulieren und zu externalisieren. Analog zu jeder Aussage wurde ein Bild entwickelt, wobei offen bleibt, was Ursache und was Folge ist.
Reinhard Springer "Grafische Blätter"
16. Februar bis 27. April 2014

Aus dem Katalog von Diether Schmidt
„So suchend wie sicher gelingt ihm überzeugende Einheit von Stoff und Schau und Gestalt. Das latent romantische im Expressiven, gerade Dresdner Tradition, fügt sich seiner humanen Sicht. Vorurteilslos erkennt er im Versehrten die offener liegende, unmaskierte Seele. Rissige und schrunde Formen sammeln seine Stifte zu spröder Ausdrucksfülle, zu samtigen Nuancen, zu numinösen Raumgebilden.“
Angela Hampel "Grafische Blätter"
17. November 2013 bis 9. Februar 2014

Aus der Laudatio von Frau Karin Weber
„Angela Hampel hat das Papier ihrer Druckgrafiken für Mythen und Legenden durchlässig gemacht, die den täglichen Alptraum erträglicher machen und sie hat auf ihren Blättern weibliche Kraft mit einem nahezu unermesslichen Reichtum formaler Erfindungen potenziert.“
Mari Bohley und Torsten Kolle "Seite an Seite"
Kalligrafische Arbeiten
21. August bis 10. November 2013

Wolfram Hänsch "Die blaue Blume"
Grafikmappe mit 21 Radierungen zur Frühromantik
12. Mai bis 18. August 2013

Martin Hoffmann „Köpfe Räume Collagen Zeichnungen“
3. März bis 5. Mai 2013

Hommage an Christa Wolf
Grafik und Malerei von Angela Hampel, Gerda Lepke, Nuria Quevedo, Martin Hoffmann
1. Dezember 2012 bis 24. Februar 2013

Käthe Kollwitz/ Gerhart Hauptmann „Der Auftakt zum Leben”
26. August bis 18. November 2012

Erich Fraaß „Landleben“
6. Mai bis 12. August 2012

Anne-K. Pinkert und Gunter Herrmann „Traumwelt”
25. Januar bis 29. April 2012

STRAWALDE
Übermalte Postkarten und Arbeiten auf Papier
13. November bis 29. Januar 2012

„Ich habe niemals das Gefühl gehabt, dass ich mit Bildern und Zeichnungen irgend etwas ausrichten könnte, sondern es sind einfach, na ja – poetisch ausgedrückt – die letzten Wellenschläge meiner Empfindungen zur Welt. In irgendeinem Sinne hoffe ich schon, dass sie insofern etwas Wesentliches treffen….”
Jürgen Böttcher/Strawalde
Wolfgang Mattheuer „Bilder des Sommers”
Grafische Arbeiten aus den Kunstsammlungen Chemnitz
7. August bis 16. Oktober 2011

„Die Sprache der Kunst ist für mich nicht vom Gegenstand zu trennen. Ich male gegenständlich, weil ich glaube, daß dies die wesentliche unverzichtbare Form von Bildkunst ist. Um auf Käthe Kollwitz zurückzukommen, ihr Anspruch wäre ohne Gegenständlichkeit undenkbar zu realisieren gewesen…”
Wolfgang Mattheuer
Otto Dix „Gesichter durch die Zeit”
Farblithografien aus dem Kupferstich Kabinett Dresden
8. Mai bis 31. Juli 2011

„Die besondere Stellung des Künstlers ist nicht nur dem wandelbaren, entschiedenen und couragierten Oeuvre des Meisters geschuldet. Sie hat mehrere Ursachen, die ihrerseits vieles auszusagen vermögen über die integre Person des Künstlers wie auch über die besonderen Bedingungen, die für die Wahrnehmung von Kunst im 20. Jahrhundert bestanden…”
Bernhard Maaz
Heike Wadewitz „unterwegs und andere”
Kaltnadelradierungen
6. Februar bis 1. Mai 2011

„Aus Sinnreizen macht sie Sinnzeichen und somit Zusammenhänge aus ihrem und unserem allgegenwärtigen Lebensalltag sichtbar. Die Kunst von Heike Wadewitz ist so wunderbar unberechnend menschlich!”
Bernd Hanke
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