Das Haus

Das Werk von Käthe Kollwitz wird weltweit geschätzt und gepflegt. Doch nur ein Ort, an dem sich die Persönlichkeit der Künstlerin noch heute authentisch erfahren lässt, hat Krieg und Zerstörung überstanden: ihr letzter Wohnsitz und späteres Sterbehaus in Moritzburg. Als Käthe Kollwitz im August 1944 nach Moritzburg kam, war sie auf der Flucht vor dem Krieg und den Bombenangriffen auf ihre Heimatstadt Berlin. Durch Vermittlung des Prinzen Ernst Heinrich von Sachsen bezog sie zwei kleine Zimmer im sogenannten "Rüdenhof" der gräflichen Familie zu Münster. Vom Balkon aus beobachtete sie Landschaft, Wind und Wolkenbildung. Aus dem Fenster des Eckzimmers genoss sie die "Weite des Blickes" über den Schlossteich mit all seinen jahreszeitlichen Veränderungen.